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2018-02-05 MICHAEL OERTEL BAND


Es klingt ja wie ein Klischee, aber wenn man einem kleinen Jungen eine Blechtrommel schenkt - dann darf man sich nicht wundern, wenn der große Junge später Musiker wird. So erging es dem heute 29-jährigen Michael Oertel:

Als Einjähriger fand er in seiner süddeutschen Heimatstadt Tuttlingen eine Blechtrommel vom Onkel unter dem Weihnachtsbaum; mit vier Jahren wechselte er ans Klavier, um nur kurze Zeit später jene Gitarre in die Hände zu nehmen, die ihm der Vater samt Verstärker geschenkt hatte. Der kleine wie der große Michi Oertel war vom ersten Moment an fasziniert von der Magie jener Musik, die aus den eigenen Händen zu entstehen vermag. Eine Entwicklung zum Gitarristen, Sänger, Songschreiber und Komponisten nahm ihren Lauf. Bekannte Namen wie Ten Years After, John Mayer, Glen Hansard, Joe Henry, Xavier Rudd und Ben Howard, zusammen mit einigen Meistern des Chess-Records-Labels wie Muddy Waters und Carey Bell zeitigten Nebenwirkungen in der Ausgestaltung des Flusslaufs eines musikalischen Lebenswegs. Obwohl der inzwischen in Freiburg lebende Michi Oertel mit nur 29 Jahren schon ein gefragter Gitarren- und Gesangslehrer ist, der dabei auch eine Band aus eigenen Schülern coacht, lernte er selbst das Gitarrespielen und Singen hauptsächlich durch das Abhören der Meister des Blues, Rock und Jazz - eine nie versiegende Quelle für Energien, die beflügeln und inspirieren und eine eigene Musikalität gedeihen lassen. 2011 kreuzten sich Oertels Wege mit jenen des aus Chicago stammenden Blues-Granden und Produzenten Tino Gonzales. Der 66-Jährige wurde Michi Oertels Lehrer, Mentor und Freund. Oft nahm ihn Gonzales als Sideman mit auf die Bühne. In Tinos Worten: „Michi ist ein hochbegabter Musiker, der auf seinen kommenden Tourneen sehr großes Interesse wecken wird.“ Oertels Ziel ist es nicht nur, einen eigenen Stil zu generieren und zu beherrschen, sondern auch seine Kunst und seine Seele offen zu halten, vielseitig zu sein und als Künstler nicht nur auf musikalischer, sondern auch auf menschlicher Ebene allem Kommenden entgegenzuwachsen. Mit der 2006 gegründeten „Michi-Oertel-Band“ - Ralph Küker (g), Lukas Steinmeyer (b), Silas Benz (d) Backing-Sängerinnen, Keyboard (bei Bedarf) - verzeichnet der junge Musiker wachsende Erfolge: Das Buchungsinteresse steigt derzeit stark an, ein Konzert beim Freiburger Zelt-Musik-Festival im Sommer 2016 wurde von der Kritik in höchsten Tönen gelobt, und im März 2018 erscheint die inzwischen fertig produzierte, erste CD „Soul Sailor“. Ein Nachfolgealbum ist bereits in der Mache. Seit Ende 2016 arbeitet Oertel zudem mit dem englischen Blues- und Folkmusiker Matt Woosey zusammen, den er Ende 2016 und Mitte 2017 auf Tourneen nach England begleitete. Weitere Musikkooperationen (u.a. mit dem Kontrabassisten Christian Armin oder dem Basler Jazzgitarristen Tim Hüllstrung) werden gepflegt, und mit Arno Schorrer-Maier (d) und Peter Streicher (b) bildet Michi Oertel seit einem Jahr ein Jimi-Hendrix-Tribute-Trio, in dem er bislang ein gutes Dutzend Mal die Gitarre spielte und sang. Als Support stand Oertel schon vor Henrik Freischlader oder Robert Randolph auf der Bühne. Für 2018 stehen neben dem CD-Release und der Produktion einer neuen Scheibe vor allem zahlreiche Konzerte und internationale Auftritte (u.a. in England) sowie Videodrehs zum CD-Support auf der Agenda. Bei der Frage, was von alldem er am liebsten mache, muss Michi Oertel indes nicht lange nachdenken: „Live spielen!“ Und sein musikalisches Konzept? „Blues, Soul und Folk mit Ideen und Vielfalt mischen. Das ist dann ein musikalischer Spiegel verschiedenster Lebensrealitäten und Emotionen. Wer ist schon durchgehend zum Jubeln, Tanzen oder zu Melancholie aufgelegt?“ Auch Michi Oertels Kindheit wirkt in der angesprochenen Vielseitigkeit nach: Neben Gitarre und Gesang setzt sich der junge Musiker auf der Bühne auch hinter sein Keyboard. Und im Proberaum steht ein Schlagzeug zum Rhythmustraining - und zur Abwechslung nach harten Probestunden. Den eigenen Horizont behält Michi Oertel immer im Blick: „Als Musiker möchte ich Menschen idealerweise zumindest für die Dauer eines Live-Konzerts glücklich machen. Das ist es ja irgendwie, was ich selbst in meinen Songs suche: Eine durch Musik geprägte Balance zwischen tiefer Ruhe und leuchtendem Glück, Euphorie, Freude, Verlangen, Schmerz, Trauer und diesen tiefen Gefühlen, die unser und mein Leben bestimmen.“

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